Morgen ist „International Day against Homophobia“ – Kampf für Gleichstellung und Antidiskriminierung ist auch in Österreich noch lange nicht vorbei!
„Hass und Vorurteile gegenüber Homosexualität sind auch im Jahr 2012 nach wie vor auf der ganzen Welt verbreitet, in einigen Ländern wird Homosexualität mit langen Haftstrafen oder gar mit der Todesstrafe verfolgt“, unterstreicht die Grüne Gemeinderätin Edith Schmied die Bedeutung des morgigen „International Day against Homophobia“.
„In Punkto Gleichstellung und Antidiskriminierung gibt es aber auch bei uns noch einiges zu tun“ erinnert Schmied: In der Europäischen Union sind in den meisten Mitgliedstaaten gleichgeschlechtliche Ehen oder eingetragene Partnerschaften nach wie vor nicht anerkannt. Auch in Österreich haben homosexuelle Paare noch immer Schwierigkeiten bei der Anerkennung ihrer Rechte“.
Das zeigt sich an der Debatte um das „Eingetragene Partnerschafts-Gesetz: Zwar wurde zuletzt auch in Oberösterreich beschlossen, das Rechtsinstitut der eingetragenen Partnerschaft, das gleichgeschlechtliche Paare in vielen Bereichen heterosexuellen Ehepaaren gleichgestellt, auf alle relevanten Landesgesetze zu übertragen. Eingetragene PartnerInnen und deren Kinder werden aber weiterhin nicht in den Angehörigen-Begriff aufgenommen. „Dabei wäre die Ausweitung des Angehörigenbegriffs besonders in den Bereichen Pflegefreistellung oder auch Familienhospiz – vor allem im Interesse der Kinder – ein großer Schritt in Richtung qualitative Gleichstellung und ein Ende der Ungleichbehandlung“, so Schmied.
„Mit Unterstützung der KollegInnen im Nationalrat wollen die Grünen daher eine diesbezügliche Änderung im Familienrecht herbeirufen, das die Länder dazu zwingt, die Gleichbehandlung betroffener Kinder herbeizuführen“, so Schmied.

